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Regulierung des Cannabismarktes:
Was bedeutet das für
mein jugendliches Kind?
Die Regulierung des Cannabismarktes ist in letzter Zeit oft Thema in den Medien, etwa in Zusammenhang mit der Legalisierung von Cannabis in einigen US-Bundesstaaten. Auch in der Schweiz wird wieder diskutiert, ob die Abgabe von Cannabis neu geregelt werden sollte.
Muss ich mir um mein Kind Sorgen machen, wenn man
von einer Legalisierung von Cannabis in der Schweiz spricht?
In der Schweiz wird darüber diskutiert, Alternativen zum strikten Cannabisverbot zu prüfen. In Pilotprojekten mit einer legalen Cannabisabgabe könnte man zum Beispiel testen, inwiefern man mit einem regulierten Zugang zur Substanz risikohaft Cannabis Gebrauchenden helfen könnte. Man könnte vermeiden, dass Produkte Streckmittel, Pestizide oder Schimmel enthalten. Mit einem regulierten Cannabisverkauf könnte man möglicherweise auch den Schwarzmarkt eindämmen und dem Konsum Jugendlicher vorbeugen, weil das Cannabis nur an Personen ab 18 Jahren abgegeben würde. Es gibt also für Eltern von Jugendlichen keinen Grund, sich ob der aktuellen Diskussionen zu sorgen. Aber natürlich ist es wichtig, dass Eltern mit ihren Kindern über Cannabis sprechen. Eine Droge, die legal würde, wäre deswegen nicht weniger gefährlich. Vor allem nicht für Jugendliche. Dasselbe gilt ja auch für Alkohol…
Wie weit sind die Projekte zur Regulierung
des Cannabismarkts in der Schweiz?
Pilotprojektefür neue Regulierungsformen von Cannabis werden in zehn Städten und Kantonen diskutiert. Basel-Stadt, Bern, Genf und Zürich entwickeln Projekte für Personen, die aus medizinischen Gründen Cannabis konsumieren, oder die einen problembehafteten Konsum haben. Zudem könnte eine begrenzte Anzahl KonsumentInnen, die gewissen Kriterien entsprechen (volljährig, bereits konsumierend, Schweizer Nationalität etc.), Cannabis legal in speziellen „Clubs“ oder in Apotheken beziehen. Diese Projektanträge müssen beim Bund eingereicht werden, der die Bewilligungen erteilen kann, wenn die Projekte mit dem Betäubungsmittelgesetz vereinbar sind. Pilotprojekte werden wissenschaftlich begleitet. [Mehr Informationen zu den aktuellen, internationalen Regulierungsmodellen].
Was geschieht, wenn mein Kind 
beim Kiffen erwischt wird?
Das Betäubungsmittelgesetz (BtmG) kommt zur Anwendung. Ist das Kind minderjährig, werden sowohl die Eltern als auch das Jugendgericht informiert. In diesem Fall wird oft eine weiterführende Abklärung und/oder eine Beratung durch eine Suchtfachstelle angeordnet. Auch eine Busse kann auferlegt werden. Ist Ihr Kind älter als 18 Jahre und wird mit höchstens 10g Cannabis erwischt, wird eine Ordnungsbusse von 100 Franken eingefordert, falls keine weitere Widerhandlung vorliegt. Das Cannabis wird sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen konfisziert.
Wie kann ich mit meinem Kind
das
Thema Cannabis ansprechen?
Es ist nicht einfach, mit seinem Kind über Drogen und Drogenkonsum zu sprechen. Miteinander im Gespräch sein, miteinander in einem Dialog stehen ist zentral. So schafft man eine Vertrauensbasis, die es erlaubt, auch schwierigere Themen gut miteinander besprechen zu können. Medienbeiträge zu Cannabis bieten zum Beispiel Gelegenheit, um mit Ihrem Kind über das Thema zu diskutieren. Informieren Sie sich und sprechen Sie mit Ihrem Kind über Ihre Sorgen und Ihre Fragen… Pflegen Sie den Kontakt zu Ihrem Kind, hören Sie ihm zu und teilen Sie Ihre eigenen Gedanken und Meinungen mit ihm!

FÜR WEITERE INFORMATIONEN

Weitere Informationen zu Cannabis und anderen Substanzen finden Sie hier. 

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